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Vorbericht: Das Duell der (fast) Sorgenfreien

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Es ist nur noch ein einziger Punkt, der dem HLZ Friesenheim-Hochdorf zum Klassenerhalt in der 3. Liga Staffel Süd-West fehlt. Während der Gastgeber HSG Dutenhofen-Münchholzhausen mit 22:30 Punkten bereits fest den Ligaverbleib planen kann, will man sich auf Seiten des HLZ nicht auf Rechenspielchen einlassen: „Klar wissen wir, dass die Mitbewerber im Tabellenkeller alle Spiele gewinnen müssen, um noch an uns vorbeizuziehen. Aber wir wollen am liebsten schon am nächsten Spieltag aus eigener Kraft alles klar machen“, gibt der nach wie vor verletzte Linksaußen Patrick Friedmann zu Protokoll.

Nach den zuletzt sehr guten und erfolgreichen Auftritten (6:2 Punkte aus den letzten vier Spielen) und dem Erfolg im Hinspiel (31:29) rechnet man sich zurecht gute Chancen beim Gastspiel bei der Zweitvertretung der HSG Wetzlar aus. Das sieht auch unser Coach Gabriel Schmiedt so, schränkt aber ein: „Wir müssen einmal mehr abwarten, wer am Samstag in der Aufstellung stehen wird. Marcel Reis und Jan-Philipp Winkler haben sich beide im letzten Spiel Verletzungen zugezogen, unser Youngster Tilo Müller hat mit Schulterproblemen zu kämpfen. Roy James und Loris Piccoli werden in den Kader zurückkehren. Aber uns wird wie immer etwas einfallen und wir werden einen Plan ausarbeiten, mit dem wir in Dutenhofen bestehen können. Wir haben die letzten Wochen viel Selbstvertrauen gesammelt und sind als Mannschaft zusammengewachsen. Genauso wollen wir auch auftreten und uns sowie unsere Fans mit dem Klassenerhalt belohnen.“ Bei einem Sieg würde man zudem den Rückstand auf den Tabellennachbarn aus Mittelhessen auf einen Zähler reduzieren und könnte sich so im Saison-Endspurt noch an der HSG vorbei auf den 10. Tabellenplatz verbessern.

Genau dies wird die Mannschaft von Trainer Axel Spandau verhindern wollen. Nach einer starken Hinrunde mit 16:14 Punkten konnte die HSG im Jahr 2025 lediglich drei Spiele für sich entscheiden. Die Siege gelangen alle zuhause gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Zum Jahresauftakt wurde die VTV Mundenheim mit 32:29 besiegt, es folgten noch Erfolge gegen die TSG Haßloch (25:15) und die Bergischen Panther (24:18) im letzten Heimspiel vor vier Wochen, ehe drei Spiele auswärts absolviert werden mussten. In Hanau (29:22), Saarlouis (32:27) und zuletzt beim TV Korschenbroich (30:27) musste man sich jeweils geschlagen geben. In der Defensive variiert Axel Spandau zwischen einer 3:2:1-Abwehr sowie der klassischen 6:0. Im Zusammenspiel mit dem starken Torhüter-Gespann bestehend aus Marius Göbner und Luis Wehrum stellt die HSG mit 736 Gegentoren nach den beiden Spitzenteams aus Krefeld und Gelnhausen die drittbeste Abwehr unserer Staffel. Mit Maduwuike Okpara findet sich der „böse Bube“ unserer Staffel im grün-weißen Trikot – mit 30 Zeitstrafen führt er diese Wertung an, musste aber nur eine Disqualifikation hinnehmen. Auch in der Teamauswertung belegt die HSG mit 122 Zweiminuten-Strafen den ersten Platz. In den letzten Spielen haderten die Mittelhessen vermehrt mit der mangelhaften Chancenverwertung, die erzielten 704 Treffer bedeuten denn auch den zweitschlechtesten Wert nach dem TV Aldekerk. Dreh- und Angelpunkt in der Offensive ist Mittelmann Lukas Gümbel, der mit 97 Toren in 24 Spielen der zweitbeste Torschütze nach dem Halblinken Phillip Opitz (120) ist. Den Bronzerang der internen Torschützenliste belegt Linksaußen Leon Bremond, der aber nur 17-mal auf der Platte stand und dabei 69-mal (36 Siebenmeter) erfolgreich war. Die beiden Rechtsaußen folgen mit 60 (Tizian Weimer) bzw. 48 Treffern (Colin Simon) und belegen, dass sich die HSG darauf versteht ihre Flügelspieler aussichtsreich in Szene zu setzen.

Um 19:30 Uhr ist am Samstag Anpfiff in der Sporthalle Dutenhofen, wo unsere Jungs den endgültigen Klassenerhalt feiern wollen. Wie eingangs gesagt, es fehlt nur noch ein einziger Punkt!!! Wem die rund 150 km zu weit sind, kann wie immer auf Sportdeutschland.TV einschalten und mitfiebern.

Text: Holger Friedmann

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