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12 Minuten zum Vergessen gegen SG Pforzheim/Eutingen

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Es hat nicht sollen sein! Die Vorfreude auf das erste A-Jugend-Bundesliga-Heimspiel war groß.
Gut 150 Zuschauer fanden den Weg in die Günther-Braun-Halle in Friesenheim und sahen über
43 Minuten eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für das HLZ. Doch innerhalb von zwei Auszeiten konnte Gäste-Trainer Alexander Lipps sein Team auf die Siegerstraße bringen und die Punkte in die Goldstadt Pforzheim entführen.

„Das ist leider nicht so einfach!“, war unter der Woche die häufigste Antwort von Trainer Martin Röhrig an Team-Manager Holger Friedmann, wenn dieser in Vorbereitung auf das Wochenende nach der Aufstellung unserer U19 fragte. Diverse Erkrankungen erschwerten die Planungen erheblich und sorgten dafür, dass auch kurz vor Spielbeginn nicht klar war, wer auf der Platte stehen würde. Im Vergleich zum Auftakt in Konstanz mussten Jan Schmidt, Lars Friedmann und Elias Rommel krankheitsbedingt passen, während Bennet Löhmar und Dominik Hiel aus dem Krankenstand zurückkehrten. Dennoch fanden unsere Jungs gut in die Partie und glänzten mit variablem Angriffsspiel und konzentrierter Abwehrarbeit. Levin Bohn führte klug Regie, schloss selbst ab (2:2, 5. Minute) oder setzte Lennard Fink am Kreis gekonnt in Szene (3:3 in der 8. Minute). Auf Seiten der Gäste zog Torsten Anselm das Spiel an sich und zeigte seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins. Jakob Chrust stellte sich dem entgegen und traf sowohl aus dem Spiel als auch vom Siebenmeter-Strich dreimal in Folge zum zwischenzeitlichen 6:5, der ersten Führung des HLZ in der 13. Minute. Auch die Außenspieler Dominik Hiel und Lukas Gerstner konnten sich jetzt je zweimal in die Torschützenliste eintragen. Ein Beleg für die verschiedenen Optionen in der Offensive der Gastgeber. Dennoch konnten sich weder das HLZ noch die Gäste in der Folge mit mehr als einem Tor absetzen und so ging es folgerichtig und leistungsgerecht mit 14:14 in die Pause.

Ex-Eule Luca Mariani, Rechtsaußen bei der SG, war es vorbehalten die Torejagd in der zweiten Halbzeit zu eröffnen. Doch die nächsten Minuten standen im Zeichen zweier Spieler des HLZ. Zum einen von Torwart Daniel Liese, der in der zweiten Halbzeit Jan Fabian ablöste und starke Paraden zeigte. In der 41. Minute entschärfte er unter anderem einen Siebenmeter von Torsten Anselm. Im Angriff setzte Levin Bohn Akzente. Ein ums andere Mal wackelte er seine Gegenspieler aus und erzielte vier Treffer bis zur 44. Minute. Mit einem Doppelschlag sorgte er für die erste Zwei-Tore-Führung der Partie (20:18) und zwang Gäste-Trainer Alexander Lipps zum Team-Timeout. Es folgten die eingangs beschriebenen schwarzen 12 Minuten des HLZ. Coach Lipps fand wohl die richtigen Worte. Die Abwehr der Goldstädter war nicht mehr zu bezwingen. Unser Team leistete sich einen technischen Fehler nach dem anderen und lud Pforzheim zu leichten Toren ein. Positiv zu erwähnen ist das starke Rückzugsverhalten von Lukas Gerstner, der zwei Tempogegenstöße abfing. Doch auch er konnte den 8:1-Lauf der SG nicht verhindern. Linksaußen Felix Schmitt entschied in der 56. Minute mit einem Doppelschlag die Partie (21:26) zu Gunsten der Gäste. Topscorer Jakob Chrust konnte mit seinem 12. Treffer nochmals auf vier Tore verkürzen, doch letztlich siegte die reifere und konstantere Mannschaft mit 24:29.

Unsere Jungs haben auch in diesem Spiel gezeigt, dass sie in der Jugend-Bundesliga mithalten können. Letztlich waren nur fünf verschiedene Torschützen Beleg dafür, dass die Verantwortung in der Offensive von zu wenigen Spielern getragen wurde. Die Enttäuschung über die Niederlage wird der Überzeugung weichen, dass man mit komplettem Kader in den nächsten Spielen seine Chancen bekommen wird. Diese gilt es dann zu nutzen.

Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am Samstag um 15 Uhr bei der SG BBM Bietigheim in der EgeTrans Arena im Vorfeld des Zweitliga-Duells der Eulen Ludwigshafen gegen den gleichen Gegner. Hallo Eulen-Fans, werdet ihr da sein??? Wir freuen uns auf euch!

Es spielten:

Daniel Liese (Tor), Jan Fabian (Tor), Dominik Hiel (2), Frederik Zepp, Joshua Kontschak, Lukas Gerstner (2), Tilo Müller, Bennet Löhmar, Levin Bohn (5), Collin Eden, Lars Thiele, Jakob Chrust (12/6), Lennard Fink (3), Loris Piccoli

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