Am 17. und 24. April stand für die B-Jugend des HLZ das Saisonhighlight auf dem Programm: die Viertelfinalspiele um die Deutsche Meisterschaft gegen die Füchse Berlin.
Das Hinspiel fand in Hochdorf vor einer tollen Kulisse mit mehr als 600 Zuschauern statt. Ein besonderer Dank gilt dabei der A-Jugend, die das Spiel mit einer großartigen Choreografie zu einem sicherlich unvergesslichen Erlebnis für die Spieler machte.
Auf dem Papier galten die Füchse aus Berlin als klarer Favorit, doch unsere Jungs wollten zeigen, dass sie zurecht im Viertelfinale standen und sehr wohl Handball spielen können. Entsprechend mutig starteten sie in die Partie und boten dem Favoriten zunächst gut Paroli. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem es unserer Mannschaft immer wieder gelang, den Ball laufen zu lassen und sich gute Torchancen herauszuspielen.
Auch die Abwehr stand in den ersten 15 Minuten sehr gut und hielt den Angriff der Füchse bei nur sieben Toren – eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass die Berliner im Saisonverlauf im Schnitt über 40 Tore pro Spiel erzielt hatten. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Füchse jedoch einen kleinen Vorsprung erarbeiten, was auch an einigen vergebenen Chancen des HLZ lag. Dennoch ging man mit einem knappen 12:15-Rückstand in die Pause, sodass das Spiel weiterhin völlig offen war.
Nach dem Seitenwechsel gingen die Füchse deutlich aggressiver zu Werke. Unsere Jungs verloren im Angriff etwas die Leichtigkeit und in der Abwehr ein wenig die nötige Konsequenz. Vorne tat man sich nun sehr schwer, klare Chancen herauszuspielen, und die wenigen Möglichkeiten wurden leider zu oft leichtfertig vergeben. So konnte sich der Hauptstadtclub zunehmend absetzen und führte in der 45. Minute bereits mit 22:14. Zu diesem Zeitpunkt hatte das HLZ in der zweiten Halbzeit erst zwei Treffer erzielt. Damit war die Partie entschieden.
Die Jungs kämpften zwar bis zum Schluss, doch in einigen Situationen fehlte nun der letzte Biss. Am Ende stand eine deutliche, in dieser Höhe jedoch nicht ganz verdiente Niederlage von 21:34 auf der Anzeigetafel.
Für das Rückspiel konnte das nur bedeuten: Mund abwischen und zeigen, dass man es deutlich besser machen kann. Mit dieser Einstellung machten sich die Spieler zusammen mit rund 50 Anhängern am Samstag auf den Weg nach Berlin. Die mitgereisten Fans sorgten dabei für eine tolle Stimmung und unterstützten das Team lautstark über die gesamte Spielzeit im „nur“ mit knapp 150 Zuschauen besetzten Füchse-Town.
Und dort startete unsere U17 stark in die Partie: Nach acht Minuten führte das HLZ bereits mit 5:1 und zwang den Füchse-Trainer zur frühen Auszeit. Besonders unsere 3:2:1-Abwehr bereitete dem Gegner große Probleme. Schade, dass auch in dieser Phase einige gute Chancen ungenutzt blieben, sonst hätte die Führung noch höher ausfallen können.
Auch im weiteren Spielverlauf blieb die Chancenverwertung das große Thema, sodass die Füchse immer näher herankamen. Dennoch ging das HLZ mit einer verdienten 14:12-Führung in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte ließ man leider erneut zu viele Möglichkeiten liegen, und auch die Abwehr stand nicht mehr ganz so sicher wie zu Beginn – sicher auch bedingt durch zahlreiche Wechsel, durch die jedoch jeder Spieler seine Einsatzzeit bekam. So musste man im Rückspiel eine 26:29-Niederlage hinnehmen. Insgesamt zeigte die Mannschaft aber eine starke Leistung und hätte mit etwas mehr Glück durchaus als Sieger vom Feld gehen können.
Das Ergebnis bestätigte einmal mehr, dass die B-Jugend völlig verdient im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft stand und sich auch gegen einen so starken Gegner nicht zu verstecken brauchte. Die Mannschaft kann stolz auf diese Saisonleistung sein, und die Spieler werden sich hoffentlich noch lange gerne an dieses besondere Erlebnis erinnern.