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HLZ verpasst Punktgewinn denkbar knapp

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Drittligist HLZ Friesenheim-Hochdorf hat im vorletzten Heimspiel der Saison eine denkbar knappe 36:37 (15:21)-Niederlage gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II hinnehmen müssen. In einer torreichen Partie mit wenig defensiver Stabilität auf beiden Seiten fehlten am Ende nur Sekunden zum möglichen Ausgleich.

Die Begegnung entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Teams fanden kaum Zugriff in der Abwehr, sodass sich früh ein Spiel mit hohem Tempo und vielen Abschlüssen entwickelte. Das HLZ erwischte zunächst den besseren Start und ging nach gut acht Minuten mit 9:7 in Führung. Vor allem im Angriff funktionierten die Abläufe, während defensiv bereits erste Abstimmungsprobleme sichtbar wurden.

Diese sollten sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit deutlich verstärken. Die Gäste aus Mittelhessen nutzten die Lücken konsequent aus, kamen immer wieder zu freien Würfen und stabilisierten sich zusätzlich durch Torhüter Hendrik Pantel. Beim HLZ hingegen fehlte durch personelle Rotation und mangelnde Eingespieltheit die notwendige Abstimmung in der Defensive. Nach einer Phase mit technischen Fehlern und vergebenen Chancen setzten sich die Gäste vorentscheidend ab und führten zur Pause verdient mit 21:15.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Die HSG kontrollierte das Spiel und hielt den Vorsprung konstant bei vier bis fünf Toren. Erst in der Schlussphase zeigte das HLZ eine deutliche Leistungssteigerung. Mit mehr Aggressivität und besserer Körpersprache kämpften sich die Gastgeber Tor um Tor zurück. Angeführt von Niclas Josten und Moritz Schulz gelang in der 56. Minute schließlich der viel umjubelte Ausgleich zum 34:34.

Die Partie kippte nun endgültig in eine dramatische Schlussphase. Beim Stand von 35:35 in den letzten Minuten hatte das HLZ mehrfach die Chance, das Spiel zu drehen, ließ diese Möglichkeiten jedoch liegen. Ein vergebener Siebenmeter sowie unglückliche Defensivaktionen ermöglichten es den Gästen, erneut auf zwei Tore zu erhöhen. Zwar verkürzte das HLZ noch einmal auf 36:37, doch die verbleibenden Sekunden reichten nicht mehr für den Ausgleich.

Aus Sicht der Gäste war der Sieg trotz der spannenden Schlussphase nicht unverdient. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer zwischenzeitlich stabileren Defensive brachte die HSG den Vorsprung mit etwas Glück über die Zeit. Besonders hervorzuheben war die Offensivleistung von Alois Mraz, der mit 13 Treffern maßgeblich zum Erfolg beitrug.

So bleibt für das HLZ eine bittere Niederlage in einem Spiel, das lange verloren schien, am Ende aber noch fast gedreht wurde. Während die Moral und die zweite Halbzeit Mut machen, offenbarten sich insbesondere in der Defensive und in der Chancenverwertung die entscheidenden Schwächen.

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