Für das HLZ Friesenheim-Hochdorf steht am Samstag (19 Uhr, TVH-Sportzentrum Hochdorf) das vorletzte Heimspiel der Saison an. Gegner ist mit der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II die Reserve des Bundesligisten HSG Wetzlar – und damit eine Mannschaft aus der Spitzengruppe. Die Rollen sind klar verteilt: Das HLZ geht als Außenseiter in die Partie, braucht im Kampf um den Klassenerhalt aber weiterhin jeden Punkt.
Mit Rückenwind reist die Eulen-Reserve in die Begegnung. Der überzeugende 33:27-Derbysieg bei der TSG Haßloch hat für Selbstvertrauen gesorgt. Gleichzeitig bleibt die Situation angespannt, denn der Ligaverbleib ist noch nicht gesichert. Umso wichtiger wäre ein weiterer Erfolg im heimischen Sportzentrum.
Große Sorgen bereitet weiterhin die Personalsituation. Durch die enge Verzahnung mit den Eulen Ludwigshafen und deren Einsatz im Zweitligabetrieb steht HLZ-Trainer Gabriel Schmiedt oft erst sehr kurzfristig fest, auf wen er zurückgreifen kann. Entsprechend schwierig gestaltete sich auch die Trainingswoche. „Normalerweise weiß ich freitags, wer zur Verfügung steht – diesmal vermutlich erst am Spieltag“, beschreibt Schmiedt die Lage.
Die Gäste aus Mittelhessen reisen mit klaren Ambitionen an. Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen sie zurück in die Erfolgsspur und ihren Platz im oberen Tabellendrittel festigen. Aktuell belegt die Mannschaft Rang sechs und überzeugt über die Saison hinweg mit einer starken Mischung aus körperlicher Präsenz und spielerischer Qualität. Ähnlich wie das HLZ setzt auch die Wetzlar-Reserve konsequent auf Nachwuchsarbeit und integriert regelmäßig junge Talente in den Drittligakader.
Trotz der schwierigen Ausgangslage sieht Schmiedt sein Team nicht chancenlos. „Wenn wir die Leistung aus Haßloch bestätigen, haben wir eine echte Siegchance“, sagt der HLZ-Coach. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, an die kompakte Vorstellung aus dem Derby anzuknüpfen und die Fehlerquote niedrig zu halten.
So geht das HLZ als Außenseiter ins Spiel, steht aber gleichzeitig unter Zugzwang – und will mit einer starken Heimleistung den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt machen.