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Hochspannung – HLZ 3 dreht Spiel in Offenbach (23:27)

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Trainer Gabriel Schmiedt sagte vor dem Spiel in der Queichtalhalle: „Wir dürfen die Offenbacher auf keinen Fall heute unterschätzen. Auswärts sind wir immer gefordert. Der TVO will nach knappen Punktverlusten und der hohen Niederlage gegen Dudenhofen-Schifferstadt sicher zu Hause etwas gut machen.“

Schmiedt fehlten mit Meyer, Seithel, Leigner und Jagenow wichtige Spieler im Innenblock und im Rückraum. Trainer-Fuchs Marco Gensheimer vom TVO sagte: „Wir sind zwar der Aufsteiger, aber  werden uns sicher nicht verstecken. Mal schauen, ob am Ende was geht.“ Bemerkenswert: Gensheimer hatte sich diese Woche beim Pfälzer Handballverband für die Fortsetzung des Spielbetriebs ausgesprochen. „Wenn wir dieses Jahr die Saison stoppen müssen geht es an unsere Handball-Substanz. Es wird schwer alle an Bord zu halten.“ Dem entsprechend wurde vom Traditionsclub das Covid-Hygienekonzept rund um die Halle vorbildlich umgesetzt.

Der Spielverlauf sollte dann auch beiden Trainern Recht geben. Die schnellen Queichtaler lieferten ein Spiel auf Augenhöhe – keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen und so ging es folgerichtig mit 11:11 in die Halbzeitpause. Unsere Jungs vergaben bis dahin oft aus völlig freier Position und kassierten hinten leichte Tore.

Schmiedt: “Der Knackpunkt des Spiels war für mich die 41. Minute.“

Erstmals führte der TVO hier mit 3 Toren (17:14). Es gab eine unnötige Zweiminuten-Strafe aufgrund eines Wechselfehlers für das nervöse HLZ und der TVO hatte somit die Chance weiter davonzuziehen. Bis dahin lief nur wenig zusammen.

Unser Team nahm nun endlich den Kampf auf, stand als Team bärenstark in der Abwehr und wollte das Spiel nicht aus der Hand geben. Nach einem Kracher von Paul Streuber am Kreis und wichtigen Paraden von Adriano Distl machten unsere Jungs in Unterzahl die Tore und kamen zum Ausgleich. TVO-Trainer Gensheimer raufte sich den Kopf und musste ansehen wie Friesenheim-Hochdorf über das 18:18 einen 3 Tore Vorsprung herauswarf (19:22, 53. Min). Er legte die grüne Karte – Offenbach kämpfte und gab weiter alles, machte auch in der Schlussphase immer wieder Tore aus der Mittelposition mit Unterarmwürfen.

Ausschlaggebend für den Erfolg des HLZ 3 war der Wille in der Abwehr. Die letzten Minuten stand man vorbildlich, Nick Haas musste im Innenblock helfen und nahm durch geschickte Stopp-Fouls mehrmals das Tempo aus dem Spiel der Offenbacher. Die Folge waren Ballbesitz und Kontertore. Offenbach riskierte in den letzten Minuten nochmal alles und stellte auf Manndeckung um. Marcel Reis und Nils Mader setzten sich jedoch schnell und kraftvoll durch. Als Tom Prahst zum 21:26 in der  56. Minute einnetzte war das Spiel entscheidend gedreht worden. Der Endstand 23:27.

Nach dem Spiel sagte Marcel Reis: „Am Anfang waren wir nicht so gut drauf und mussten in der zweiten Halbzeit sogar einem 3 Tore Rückstand hinterherlaufen. Zum Schluss haben wir die Sache gut gemacht und als Mannschaft Emotionen gezeigt, super zusammengehalten und das Ding noch gedreht!“

Trainer Schmiedt resümierte: „Es war das erwartet schwere Spiel. Offenbach hat clever gespielt und immer Tempo gemacht. Hinten haben wir zu oft gepennt und einfache Schlagwürfe zugelassen.“ Im Spielerkreis sagte er: „Es war eine wichtige Erfahrung für Euch dieses Spiel zu drehen. Das war am Ende eine tolle Mannschaftsleistung. Darauf können wir weiter aufbauen.“

Am Samstag, dem 27.11.21 geht es mit dem Heimspiel gegen TSV Kandel im TSG-Sportzentrum weiter.

Es spielten:

Ragnar Vollbrecht (Tor), Adriano Distl (Tor), Sebastian Wieland, Nick Haas (2), Benjamin Gremmelspacher, Marcel Reis (4), Tom Prahst (2), Nils Mader (2), Mihailo Ilic (6), Jonas Böckly, Jonas Hoffmann (1), Paul Streuber (1), Malte Dorra (9/5)

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