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Starke Phasen zu kurz, schwache Phasen zu lang – HLZ Friesenheim-Hochdorf unterliegt mit 34:29 bei der TSG Haßloch

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„Wir haben heute gesehen, dass wir in jedem Spiel unsere Attribute Leidenschaft, Wille, Einsatzbereitschaft, Mut und Schnelligkeit auf die Platte bringen müssen. Und das am besten über die komplette Spielzeit. Heute waren es zu kurze gute Phasen, die wir uns dann mit überhasteten Abschlüssen und technischen Fehlern wieder zerstört haben.“

Ein sichtlich enttäuschter Trainer Björn Friedrich brachte es nach dem Spiel auf den Punkt, konnte dem Match aber auch positives abgewinnen: „Wir wissen jetzt genau, wo wir ansetzen müssen. Das gute ist, dass wir bis zum Rundenbeginn noch genug Zeit haben unser junges Team weiterzuentwickeln. Und der Wille dazu ist bei jedem ausnahmslos spürbar.“

Der Start ins Spiel gehörte sicherlich zu den Phasen, die dem Coach nicht gefielen. In der Abwehr hatten unsere Jungs keinen Zugriff und in der Offensive paarten sich zwei technische Fehler mit vier Fehlwürfen, so dass es nach sieben Minuten bereits 6:1 für die Gastgeber stand. Auch in den folgenden Minuten änderte sich das Bild nicht und die Bären konnten sich bis auf 8 Tore absetzen (12:4 in der 14. Minute). Mit der Einwechslung von Jan Waldgenbach, Marc-Robin Eisel und Emanuel Novo ging dann ein Ruck durch die Mannschaft und die erste starke Phase brachte unsere Jungs zurück ins Spiel. Torwart Leon Hoblaj (starkes Debut mit 20 Paraden) war in Kombination mit einer deutlich aggressiveren Abwehr kaum noch zu überwinden und in der Offensive ergriff vor allem Marc-Robin Eisel die Initiative. Ein 8:1-Lauf brachte unser Team wieder auf 13:12 heran. Überhastete Aktionen führten dann zu technischen Fehlern und Fehlwürfen, so dass sich die Gastgeber bis zur Halbzeit wieder auf 18:15 absetzen konnten.

Die TSG konnte dann den Schwung mit in die zweite Hälfte nehmen und sich weiter absetzen. Wieder gelang es nicht die nötige Leidenschaft auf die Platte zu bringen und nach 39 Minuten stand es 24:18. Positiv war indes, dass unsere Jungs nicht aufsteckten und in der Folge sehr ansehnlichen Offensiv-Handball zeigten. Emanuel Novo ragte in dieser Phase heraus und avancierte mit 7 Treffern zum Topscorer. Kein Winkel war dem Rechtsaußen zu klein und auch ein Kempa-Anspiel verwertete er gekonnt. Beim 24:27 war er dann selbst Passgeber bei drohendem Zeitspiel und setzte Marc-Robin Eisel per Kempa in Szene. Die letzten 10 Minuten wirkten dann wie eine Blaupause der Schlussphase der ersten Halbzeit. Wieder verlor man zu viele Bälle und konnte das Spielgerät nicht mehr im gegnerischen Tor unterbringen. Letztlich gewann Haßloch verdient 34:29 aufgrund der größeren Konstanz im Spiel.

Es spielten:

Leon Hoblaj (Tor), Jan Waldgenbach (3), Dominik Lenz, Nikola Sorda (2), Stefan Corazolla (2), Jan-Philipp Winkler, Yannik Polifka, Leonnard Pfeil (2), Emanuel Novo (7), Jonas Böckly, Yannick Muth (3), Marvin Gerdon (3), Eric Obenauer (1), Marc-Robin Eisel (6)

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