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Vorbericht: „Hebt se“ empfängt „Hobt se“ – Aufsteiger TV Kirchzell zu Gast in Hochdorf

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 Bereits am Freitagabend um 20 Uhr will unser HLZ die Kellerkinder der Staffel Süd-West weiter unter Druck setzen und seinen starken Auftritt beim TV Aldekerk am vergangenen Wochenende bestätigen. Mit einem Sieg könnte man bereits vier Spieltage vor Saisonende einen Schlussstrich unter das Thema „Abstiegskampf“ setzen, zumal die Kontrahenten fast ausschließlich gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel antreten. Dabei steht unseren Jungs der TV Kirchzell im Weg, der zusammen mit dem TV Gelnhausen wohl die größte Überraschung der laufenden Saison ist.

Die Odenwälder aus dem unterfränkischen Landkreis Miltenberg im Dreiländereck Bayern, Hessen und Baden-Württemberg belegen im ersten Jahr nach dem direkten Wiederaufstieg in die Dritte Liga aktuell mit 30:20 Punkten den sechsten Tabellenplatz. Mit 799 Toren stellt die Mannschaft von Trainer Alexander Hauptmann die viertbeste Offensive unserer Staffel und erzielt somit knapp 32 Treffer pro Spiel. Dreh- und Angelpunkt ist Spielmacher Tim Häufglöckner, der mit insgesamt 110 Toren (davon 3 Siebenmeter) der gefährlichste Angreifer aus dem Feld ist. Mit Niklas Ihmer (100 Tore) auf Halbrechts sowie den beiden Halblinken Joshua Osifo (104) und Tom Spieß (78 Treffer, davon 7 Strafwürfe) bildet der Rückraum das Herzstück der Offensive des TVK. Der Top-Torschütze der Odenwälder ist allerdings Linksaußen Levgen Zhuk, der zusätzlich zu seinen 92 Toren aus dem Feld noch 98-mal vom Strich erfolgreich war und sicherlich staffelübergreifend zu den variabelsten Siebenmeterschützen der kompletten 3. Liga gehört. Kreisläufer Jannik Wolf (66 Tore) und Rechtsaußen Antonio Schnellbacher (63) komplettieren die Startformation, die einen Großteil der Einsatzzeiten auf sich vereint, wobei sich Osifo und Spieß die Königsposition Halblinks aufteilen. Die genannten sieben Spieler vereinen denn auch den Löwenanteil der erzielten Treffer auf sich – 711 der 799 Tore ergeben eine Quote von 88,98%. Zählt man dann noch die 61 Tore von Kreisläufer und Kapitän Jan Blank hinzu, verbleiben noch ganze 27 Tore für den restlichen Kader. Alle aufgeführten Spieler haben mindestens 22 der 25 Saisonspiele absolvieren können, so dass die Konstanz im Kader beziehungsweise in der Startformation sicherlich eines der Erfolgsgeheimnisse des Aufsteigers ist. In der Defensive ist kürzlich Spezialist Oleh Soloviov nach Verletzungspause zurückgekehrt und sorgt im Angriff-Abwehr-Wechsel für Stabilität. Wie auch bei den Anfeuerungsrufen liegen die beiden Teams auch in der Anzahl der Gegentore nah beieinander. Das „Hebt se“ des HLZ hat dabei mit 749 Gegentoren gegenüber „Hobt se“ der Kirchzeller, deren Keeper 776-mal hinter sich greifen mussten, leicht die Nase vorn. Zwischen den Pfosten unserer Gäste ist Tobias Jörg erste Wahl, Joshua Löffelmann und Paul Büchler ergänzen das Torhüter-Trio.

„Wir müssen sehr nah an unser Optimum kommen, um gegen Kirchzell bestehen zu können. Der TVK ist eine sehr eingespielte Truppe und kein typischer Aufsteiger. Trotzdem wollen wir zu Hause mit der Unterstützung unserer Fans an das Aldekerk-Spiel anknüpfen und die letzten erforderlichen Punkte zum Klassenerhalt holen“, weiß unser Coach Gabriel Schmiedt um die Schwere der Aufgabe. Wie so oft ist noch fraglich, wie sich der Kader des HLZ am Freitag gestalten wird. Doch egal, ob mit oder ohne Eulen-Unterstützung – die Mannschaft ist in den letzten Wochen deutlich gereift und hat bewiesen, dass sie an einem optimalen Tag schwer zu schlagen ist. Wie auch im letzten Heimspiel gegen die TSG Haßloch (27:24), als kein Akteur der Eulen Ludwigshafen zur Verfügung stand.

„Matchball HLZ“ heißt es also am Freitagabend um 20 Uhr im TVH-Sportzentrum. Wir freuen uns auf eine volle Halle und ordentlich Unterstützung für unsere Jungs, damit möglichst früh das Saisonziel erreicht wird. Sportdeutschland.TV überträgt selbstverständlich ebenfalls live.

Text: Holger Friedmann

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