Unsere Männer 3 des HLZ Friesenheim/Hochdorf haben ihr letztes Heimspiel der Saison am 12. April 2026 deutlich mit 38:21 gegen den TSV Speyer gewonnen – zeigten dabei jedoch zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Während die erste Hälfte nahezu perfekt verlief, ließ im zweiten Durchgang die Konsequenz spürbar nach.
Bereits vor dem Spiel hatte Speyers Co-Trainer Fabian Markert betont, dass man mit vollständigem Kader anreise und über eine stabile Defensive sowie lange Angriffe im Spiel bleiben wolle. Gleichzeitig stellte das ungewohnte Spiel mit Harz einen klaren Nachteil für die Gäste dar. Auf Seiten des HLZ machte Co-Trainer David Müller-Schliecker deutlich, dass man im letzten Heimspiel noch einmal ein klares Zeichen setzen wollte. Und genau so trat die Mannschaft in der ersten Hälfte auch auf.
Allerdings begann die Partie mit einer Schrecksekunde, als Nils Mader früh im Angriff verletzt liegen blieb und nicht mehr eingesetzt werden konnte. An dieser Stelle „Gute Besserung an Nils!“
Trotz dieses Rückschlags spielte das HLZ von Beginn an hochkonzentriert und setzte Speyer mit einer aggressiven Abwehr und schnellem Umschaltspiel massiv unter Druck. Bereits in der sechsten Minute stand es 5:0, wenig später 8:1, und spätestens beim 11:1 war klar, dass die Gäste an diesem Tag große Probleme haben würden, ins Spiel zu finden. Speyer nahm früh Auszeiten, doch das HLZ ließ sich davon nicht beeindrucken. Besonders die Torhüter Moritz Wolfram und Lars Thiele überzeugten, während vorne vor allem der starke Felix Köser mit Ben Stolle das Spiel lenkte und Dominik Hiel über die Außenposition sicher abschloss. Bis zur Halbzeit wuchs der Vorsprung auf 20:4 an – eine dominante und nahezu fehlerfreie Vorstellung.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Speyer kam deutlich besser ins Spiel, während das HLZ an Konzentration und Konsequenz verlor. Die Partie entwickelte sich nun deutlich ausgeglichener, was sich auch im Zwischenstand widerspiegelte, als beide Teams in dieser Phase mit 7:7 Toren gleichauf lagen. Trainer Benny Wingerter reagierte sichtlich unzufrieden und griff in der 43. Minute zur grünen Karte. Vor allem in der Abwehr fehlte nun der Zugriff, während im Angriff die notwendige Bewegung und Durchschlagskraft nachließen.
Erst in der Schlussphase gelang es dem HLZ, wieder mehr Kontrolle zu übernehmen. Felix Köser, Christopher Zepp und Simon Wacker übernahmen Verantwortung und brachten ihr Team zurück auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte schließlich Levin Bohn, der in den letzten Minuten zwei sehenswerte Schlagwürfe im Winkel unterbrachte und den deutlichen Endstand von 38:21 sicherte.
Trotz des klaren Ergebnisses zeigte sich Trainer Benny Wingerter nach dem Spiel nicht zufrieden. Er kritisierte insbesondere den Leistungsabfall nach der Pause und betonte, dass man Spiele über die gesamte Spielzeit dominieren müsse. Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorne auf das letzte Saisonspiel auswärts in Gonsenheim, bei dem die Mannschaft noch einmal über 60 Minuten überzeugen will.
Es spielten: Dominik Hiel (1), Vincent Hörner (2), Lars Thiele (5), Ben Stolle (3), Simon Wacker (5), Levin Bohn (3), Fabian Manger (1), Christopher Zepp (5), Nils Mader, Phil Magin (2), Lennard Fink (1), Felix Köser (10) sowie im Tor Tobias Repp und Moritz Wolfram. Offizielle: David Müller-Schliecker, Benjamin Wingerter, Jonas Hoffmann und Lars Friedmann.