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Vorbericht: Asterix und die dritte Liga – HLZ zu Gast bei TV Aldekerk

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„Wir befinden uns im Jahr 50 vor Christus. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten…“ Wer kennt sie nicht, diese Eingangsworte der berühmten Comic-Reihe Asterix um ein unbeugsames gallisches Dorf, das sich erfolgreich mit List, Mut und Zaubertrank gegen die römische Übermacht zur Wehr setzt. Der TV Aldekerk 07, unser Gegner am Samstagabend um 19:30 Uhr, versteht sich selbst gerne als Underdog der dritten Liga und ist zurecht stolz auf die Unterstützung seiner Anhänger und den Zusammenhalt des kompletten Dorfes. Mit größtem Respekt erlauben wir uns von daher in unserem Blick auf den 25. Spieltag den Vergleich der Gastgeber mit den Haupt-Charakteren aus den Comics von Albert Uderzo.

In der Festung Vogteihalle konnten die tapferen Aldekerker bisher acht ihrer insgesamt 12 Punkte erkämpfen. Damit rangieren sie aktuell aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs knapp vor der punktgleichen TSG Haßloch, die den ersten Abstiegsplatz belegt, und drei Punkte hinter unserem HLZ. Neben den Haßlocher Bären (30:27) konnte zu Hause zuletzt auch die VTV Mundenheim mit 30:26 besiegt werden. Heimsiege gegen Teams aus Palatinatus (römisch für Pfalz) sind dem TVA also durchaus vertraut – Warnung genug für unsere Jungs, die sich im Hinspiel zwar mit 25:20 durchsetzen konnten, aber erst ab der 45. Minute das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Ob Trainer Tim Gentges über die Fähigkeit verfügt, Zaubertränke zu brauen ist nicht überliefert und darf getrost bezweifelt werden. Sehr wohl ist er aber in der Lage, immer wieder überraschende taktische Kniffe auszupacken und mit seiner Leidenschaft die Mannschaft anzuzünden. Der Chef an der Seitenlinie vereint von daher den Druiden Miraculix und den Dorf-Häuptling Majestix in einer Person. Die besten Torschützen sind Fabian „Asterix“ Küsters (Halbrechts, 90 Tore) und der mannschaftsälteste Thomas „Methusalix“ Plhak (Rechtsaußen, 87 Tore). David Hansen (Halblinks), so kraftvoll wie der Schmied Automatix, belegt mit 70 Treffern in der internen Torschützenliste Platz drei, gefolgt von Kreisläufer Jonas „Obelix“ Mumme. Eine weitere wichtige Personalie ist Ante „Wechselfix“ Simic, der in der Winterpause von den Bergischen Panthern zu den Aldekerkern stieß.

Der Blick auf die erzielten Tore beider Teams offenbart, dass wahrscheinlich kein Offensiv-Feuerwerk zu erwarten sein wird. Der TV Aldekerk hat mit 638 Treffern den schwächsten Angriff, das HLZ Friesenheim-Hochdorf hat nur sechs erfolgreiche Abschlüsse mehr. Für das Team von Coach Gabriel Schmiedt spricht die – zumindest laut Statistik – stabilere Abwehr. Und genau hier sieht der Übungsleiter auch den Schlüssel zur Erstürmung des gallischen Dorfes: „Wir müssen uns mit allem, was wir haben, gegen den TVA und seine Fans wehren. Jeder muss jedem helfen. Es wird wahrscheinlich kein handballerischer Leckerbissen. Wir müssen uns der Situation stellen und versuchen, unser Spiel durchzudrücken. Wenn uns das gelingt, bin ich mir sicher, dass wir wie zuletzt auch guten Handball zeigen und das Spiel gewinnen können.“

Für unsere Jungs würde ein Sieg in Aldekerk fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bedeuten. Zudem würde man den direkten Vergleich gegen den TVA für sich entscheiden. Mindestens genauso wichtig wäre ein Erfolg für die Gastgeber. Das Feld ist also für 60 Minuten Hochspannung und Intensität bestellt. Vielleicht können ja die HLZ-Römer diese eine Schlacht für sich entscheiden und die Aldekerk-Gallier dennoch gestärkt aus dem Aufeinandertreffen herausgehen, um dann gemeinsam mit uns die Klasse zu halten. Damit das Dorf auch künftig die dritte Liga rocken kann…

Text: Holger Friedmann

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