Am Samstag stand im Sportzentrum Hochdorf das Spitzenspiel der Meistergruppe D in der B-Jugend-Bundesliga auf dem Programm: Die B1 des HLZ empfing den aktuellen Tabellenzweiten JANO Filder. Für das HLZ war die Ausgangslage klar: Mit einem Sieg würde man die Chance wahren, ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen – bei einer Niederlage wäre dieser Traum nicht mehr zu realisieren. Das Hinspiel hatten die Gäste aus JANO noch deutlich mit sieben Toren für sich entschieden.
Vor einer tollen Kulisse mit mehr als 200 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel, bei dem beiden Mannschaften anzumerken war, was auf dem Spiel stand. Das HLZ erwischte den besseren Start und ging nach vier Minuten mit 3:1 in Führung. Begünstigt durch eine Zwei-Minuten-Strafe konnten die Gäste jedoch in der 8. Minute erstmals zum 5:5 ausgleichen.
In der Folge tat sich das HLZ im Angriff zunehmend schwer und ließ zudem einige gut herausgespielte Chancen ungenutzt. Auch in der Abwehr fehlte der nötige Zugriff. Immer wieder kamen die Gäste zu völlig freien Würfen, was es auch den Torhütern schwer machte. So setzte sich JANO ab der 13. Minute Tor um Tor ab und führte in der 23. Minute bereits mit sechs Treffern (10:16). Für das HLZ sah es zu diesem Zeitpunkt nicht gut aus.
Auch nach einer Auszeit von Trainer Malte Metz lief es zunächst nicht deutlich besser, sodass man mit einem 14:19-Rückstand in die Halbzeitpause ging. Die Frage war: Ging da noch etwas für das HLZ? Dafür musste vor allem in der Abwehr eine deutliche Leistungssteigerung her. Dass die Jungs dazu in der Lage sind, hatten sie erst am vergangenen Wochenende bewiesen, als man gegen Göppingen einen Fünf-Tore-Rückstand noch in einen Sieg verwandelte.
Mit viel Schwung kam das HLZ aus der Kabine. Nachdem man den Rückstand in der 37. Minute auf drei Tore verkürzt hatte, stand es in der 40. Minute allerdings wieder 19:24. Doch ab diesem Zeitpunkt zeigte die U17 endlich ihr wahres Gesicht: Die Abwehr stand nun deutlich stabiler, Torhüter Felix Gleißner steigerte sich von Minute zu Minute, und im Angriff fand man weiterhin gute Lösungen gegen die variablen Abwehrformationen der Gäste.
Tor um Tor kämpfte sich das HLZ heran und schaffte in der 52. Minute schließlich den viel umjubelten Ausgleich zum 26:26. Und das HLZ legte nach: JANO kam kaum noch zu klaren Abschlüssen, und wenn doch, war Felix Gleißner im Tor zur Stelle. Im Angriff verwandelten vor allem die Außen Marko Mateskovic-Gill und Nils Hehn ihre Chancen sicher. So führte das HLZ knapp zwei Minuten vor dem Ende mit 31:27 – was für eine Aufholjagd!
Am Ende stand ein verdienter 32:28-Sieg auf der Anzeigetafel, den die Mannschaft gemeinsam mit den begeisterten Zuschauern feierte.
Nun heißt es am kommenden Wochenende zunächst den Löwen, die gegen JANO spielen, die Daumen zu drücken. Würde Jano verlieren, könnte das HLZ am Sonntag um 15:30 Uhr im TSG-Sportzentrum mit einem Sieg gegen Erlangen den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.