0

HLZ belohnt sich nach starkem Beginn nicht

Verfasst am

Das HLZ Friesenheim-Hochdorf II hat gegen den Tabellenzweiten TV Gelnhausen eine Halbzeit lang ein richtig gutes Spiel gezeigt, musste sich am Ende aber mit 32:37 geschlagen geben. Nach einer 19:18-Pausenführung fehlten in der Schlussphase die Kräfte und die Wechseloptionen.

Der Start war genau das, was man sich vorgenommen hatte. Marcel Reis eröffnete nach nicht einmal zwei Minuten, Leon Hein legte nach. Hinten stand die Abwehr kompakt und Philipp Wenning brachte die Gäste mit frühen Paraden zusätzlich aus dem Rhythmus. Über 5:2 und 8:3 setzte sich das HLZ bis zur zehnten Minute deutlich ab. Vor allem Reis, Straub und Schwarz sorgten für Tempo und klare Abschlüsse.

Gelnhausen brauchte eine Auszeit, um sich zu sortieren. Danach kippte das Spiel langsam. Technische Fehler im HLZ-Angriff und etwas weniger Zugriff in der Defensive brachten den Favoriten zurück. Jonathan Malolepszy übernahm Verantwortung und verkürzte Schritt für Schritt. Beim 18:18 in der 30. Minute war alles wieder offen, ehe Simon Schwarz mit seinem vierten Treffer die 19:18-Halbzeitführung sicherte.

Direkt nach der Pause drehte Gelnhausen das Spiel. Ein Siebenmeter zum 19:19 und die erste Führung zum 19:20 zeigten, dass die Gäste nun deutlich wacher waren. Trotzdem blieb das HLZ dran. Hein verwandelte beide Siebenmeter sicher, de Hooge traf mehrfach aus dem Rückraum, und beim 24:22 sowie 30:31 war man weiter voll im Spiel.

Die entscheidende Phase begann Mitte der zweiten Hälfte. Zwischen der 45. und 52. Minute setzte sich Gelnhausen erstmals etwas deutlicher ab. Beim 26:30 lag das HLZ vier Tore zurück, kämpfte sich aber noch einmal auf 30:31 heran. Mehr war an diesem Abend nicht drin. In den letzten fünf Minuten fehlte die Frische. Zwei Zeitstrafen und einfache Gegentore nutzte Gelnhausen konsequent. Vom 30:32 zog der Favorit auf 30:35 davon und entschied die Partie endgültig.

Bester Werfer auf HLZ-Seite war Lennart de Hooge mit fünf Treffern. Ebenfalls fünf Tore erzielten Theo Straub und Marcel Reis. Leon Hein kam auf vier Tore und verwandelte beide Siebenmeter sicher. Insgesamt verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern, was die mannschaftliche Geschlossenheit unterstreicht.

Unterm Strich bleibt eine Niederlage, die zu hoch ausfällt, wenn man den Spielverlauf betrachtet. 45 bis 50 Minuten war das HLZ absolut auf Augenhöhe. Am Ende machten die größere Kaderbreite und die Routine der Gäste den Unterschied.

Durch das Unentschieden der Dragons am Samstag schrumpft der Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf vier Punkte. Die Situation bleibt eng. Entscheidend wird sein, die Intensität aus der ersten Halbzeit über die volle Distanz zu bringen.

Weitere News