Ein Abend ohne Zweifel im Sportzentrum Friesenheim: Die dritte Männermannschaft des HLZ Friesenheim/Hochdorf ließ der MSG Kaiserslautern/Dansenberg am 9. Februar 2026 von Beginn an keine Hoffnung und setzte sich am Ende hochverdient mit 37:26 (20:8) durch. Was als klare Favoritenrolle begann, wurde über 60 Minuten souverän und konzentriert ausgespielt – vor allem dank einer überragenden ersten Halbzeit.
Stimmen vor dem Spiel
MSG-Trainer Thomas Broich ordnete die Rollen vor dem Anpfiff klar ein: „Wir wollen kämpfen und schauen, ob heute etwas geht. Wir sind klarer Außenseiter, stehen aktuell auf Platz acht und sind damit zufrieden. Unser Ziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.“ Zudem gab Broich Einblicke in die langfristige Ausrichtung der MSG: „Wir befinden uns in einer Aufbauphase. Diese Saison haben wir drei gemeinsame Mannschaften mit Dansenberg, nächstes Jahr sollen auch die Jugendteams zusammengeführt werden. In der Westpfalz wollen wir perspektivisch einen Handball-Stützpunkt etablieren – ähnlich wie das HLZ in der Vorderpfalz.“
HLZ-Trainer Benny Wingerter formulierte seinen Matchplan gewohnt nüchtern: „Wir wollen über eine stabile Abwehr ins Tempospiel kommen und uns vorne belohnen. Ein einfaches Konzept – aber es muss konsequent umgesetzt werden.“
Erste Halbzeit
Das HLZ legte los wie die Feuerwehr. Malte Dorra verwandelte früh zwei Siebenmeter, Nils Mader setzte energische Durchbrüche von halblinks – nach wenigen Minuten stand es 4:0. Die Abwehr arbeitete aggressiv, verschob gut und ließ kaum klare Abschlüsse zu. Nach einem erkämpften Siebenmeter durch Levin Bohn folgte eine der schönsten Szenen der ersten Hälfte: Janne-Matti Hartmann bediente Lennard Fink mit einem perfekten Ableger an den Kreis – 7:1 nach zwölf Minuten. Die MSG fand kaum Lösungen, während Moritz Wolfram im HLZ-Tor mehrfach glänzend parierte. Zwischenzeitlich verkürzten die Gäste auf 13:7 (20. Minute), doch der kurze Durchhänger des HLZ blieb folgenlos. Nach einer Auszeit von Ben Wingerter antwortete sein Team eindrucksvoll. Nils Mader traf erneut doppelt, Leon Schwartz setzte mit zwei schnellen Treffern Akzente, ehe Malte Metz per Tempogegenstoß den umjubelten 20:8-Halbzeitstand herstellte.
Halbzeitfazit
Die Zuschauer sahen eine überragende erste Halbzeit des HLZ. Eine kompakte Abwehr, hohes Tempo und konsequente Abschlüsse sorgten früh für klare Verhältnisse. Kaiserslautern fand kaum Zugriff und musste bereits zur Pause einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen.
Zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel wechselte das HLZ viel durch und testete ungewohnte Konstellationen. Malte Dorra erhielt Einsatzzeiten und überzeugte mit wuchtigen Schlagwürfen aus dem Rückraum. Die zweite Hälfte verlief ausgeglichener, ohne dass der deutliche Vorsprung jemals in Gefahr geriet. Vincent Hörner fischte einige Bälle hellwach in der Abwehr heraus und traf mehrfach per Konter und von außen. Leon Schwartz und Levin Bohn setzten im Tempospiel Akzente, Lukas Maric steuerte in der Schlussphase zwei Treffer bei. Am Ende leuchtete ein klares 37:26 von der Anzeigetafel – ein Sieg, der zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.
Stimmen nach dem Spiel
Levin Bohn: „Heute war die Luft sehr früh raus. Danach haben wir viel ausprobiert.“
Malte Dorra: „Das war eine starke HLZ-Abwehr, darauf konnten wir aufbauen.“
Lars Thiele: „Nach der Pause hat man gesehen, dass wir noch daran arbeiten müssen, über die gesamte Spielzeit auf konstant hohem Niveau zu spielen.“
Co-Trainer David Müller-Schliecker: „Mit der ersten Halbzeit sind wir sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben sich durch die vielen Wechsel die technischen Fehler klar erhöht. Jetzt freuen wir uns auf das Topspiel gegen Osthofen – das wird eine ganz andere Herausforderung.“
Es spielten: Malte Dorra 6 (5/5), Vincent Hörner 6, Nils Mader 5, Levin Bohn 5, Leon Schwartz 5, Lennard Fink 3, Malte Metz 3, Lukas Maric 2, Janne-Matti Hartmann 1, Dominik Hiel 1, Ben Stolle, Lars Thiele; Tor: Moritz Wolfram, Tobias Repp; Offizielle: David Müller-Schliecker, Benjamin Wingerter, Lars Friedmann, Simon Wacker
Bild und Text: Stefan Hoffmann