Das HLZ Friesenheim-Hochdorf II hat im Kellerduell der 3. Liga ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Beim TuS 82 Opladen gewann die Mannschaft mit 29:23 und belohnte sich für eine konzentrierte Leistung über 60 Minuten. Entscheidend waren ein furioser Start, eine stabile Abwehrarbeit und ein überragender Rückhalt im Tor.
Das HLZ begann hochkonzentriert, stand von Beginn an aggressiv in der Defensive und spielte im Angriff zielstrebig nach vorne. Schnell setzten sich die Gäste ab und führten nach gut zehn Minuten mit 6:0. Opladen wirkte überrascht vom Tempo und der Konsequenz, erst in der elften Minute fiel der erste Treffer der Hausherren.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam der TuS besser ins Spiel, auch weil das HLZ im Angriff zwischenzeitlich den Rhythmus verlor und einige gute Möglichkeiten liegen ließ. Opladen nutzte diese Phase, um zu verkürzen, ohne jedoch die Partie zu drehen. Zur Pause blieb es bei einer knappen, aber verdienten 11:10-Führung für Friesenheim-Hochdorf II.
Nach dem Seitenwechsel zeigte das HLZ die nötige Reife. Zwar gelang Opladen kurzzeitig der Ausgleich, doch die Gäste blieben ruhig und fanden schnell wieder Zugriff auf das Spiel. Vor allem in der Mitte der zweiten Halbzeit setzte sich das HLZ entscheidend ab. Mihailo Ilic und Simon Schwarz waren in dieser Phase kaum zu stoppen. Ilic übernahm Verantwortung aus dem Rückraum und traf in wichtigen Momenten, während Schwarz mit Durchsetzungsvermögen und Cleverness immer wieder Lücken fand und die Opladener Abwehr konstant unter Druck setzte.
Die Grundlage dafür legte eine kompakte Defensive. Mihailo Ilic bildete gemeinsam mit Roy James und Leon Hein das Zentrum einer sehr stabilen Abwehr. Hein überzeugte zudem mit sechs Steals, unterbrach mehrfach den Spielfluss der Gastgeber und leitete schnelle Umschaltmomente ein. Dahinter zeigte Roko Peribonio über die gesamten 60 Minuten eine starke Leistung im Tor. In den entscheidenden Phasen war er mehrfach zur Stelle, parierte wichtige Würfe und ließ von den Außenpositionen nur drei Treffer bei zwölf Versuchen zu.
Beim Stand von 23:18 war die Vorentscheidung gefallen. Opladen versuchte noch einmal alles, fand aber keine Mittel mehr, um das HLZ ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Friesenheim-Hochdorf II spielte die Partie konzentriert zu Ende und setzte sich in der Schlussphase weiter ab.
Bester Werfer war Simon Schwarz mit acht Treffern, gefolgt von Mihailo Ilic mit sechs und Marcel Reis mit fünf Toren. Am Ende stand ein verdienter 29:23-Auswärtssieg, der für das HLZ mehr bedeutete als nur zwei Punkte.
Der Erfolg war auch tabellarisch wichtig. Da die Dragons ihr Heimspiel gegen den TV Kirchzell ebenfalls gewinnen konnten und weiter auf dem ersten Abstiegsplatz stehen, konnte das HLZ den Abstand nach unten wahren. Friesenheim-Hochdorf II bleibt damit vor den Dragons und verschaffte sich im engen Tabellenkeller etwas Luft. Genau deshalb wog dieser Sieg doppelt schwer.